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NCN 2012 Nachbericht

 

NCN 2012 - Nachbericht

 

 ~~ A Life Divided ~~ Age Of Heaven ~~ Agonoize ~~ Angelspit~~ Clan Of Xymox ~~ Coinside ~~ Sono ~~ Cronos Titan ~~ Dance Or Die ~~ Dive ~~ Eisenfunk ~~ Eric Fish (Svbway To Sally) ~~ Fernthal ~~ Fliehende Stürme ~~ Harpyie ~~ Hekate ~~ In Legend ~~ KMFDM ~~ Maerzfeld ~~ Modern Cubism ~~ Nosferatu ~~ Nova-Spes ~~ Ohrenpeyn ~~ Opusculum ~~ Orange Sector ~~ Peter Hook & The Light ~~ Pink Turns Blue ~~ Principe Valiente ~~ Rummelsnuff ~~ S.P.O.C.K ~~ Substaat ~~ Suicide Commando ~~ The Beauty Of Gemina ~~ The Flood ~~ The Wars ~~ Tying Tiffany ~~ Versus ~~ Vic Amselmo ~~ Zwielicht ~~

 

Am Freitag, den 07.09.2012, war es endlich wieder soweit.

Das 7.NCN-Festival wurde eingeläutet.

Nachdem wir es endlich geschafft hatten, in Deutzen aufzuschlagen, was sich dieses Jahr doch ein wenig schwierig gestaltete, da irgendwie überall Baustellen auf unserer Strecke waren, bekamen wir seltsamer Weise doch sofort einen super günstig zu erreichenden Parkplatz. Und das, wo eigentlich alle parknahen Strassen komplett zugestellt waren mit PKW`s aus vielen Regionen.

Die Vorfreude war am Siedepunkt!

Wir sahen sofort altbekannte Gesichter, viele Freunde und natürlich sehr viele feierwütige Schwarzbekleidete...

Doch bevor wir uns in die lange Schlange vorm Einlass begaben, nahmen wir erstmal einen Begrüßungstrank beim SV Blau-Weiß Deutzen zu uns, denn es war wider Erwarten sonnig und sehr warm!

Regenfestival? In keinster Weise wie sich heraus stellen sollte......


Freitag:

Den Anfang auf der kleinen Bühne machte Coinside mit ihrem düsterem Electro, gepaart mit wuchtigen Rhytmen. Das Eis war sofort gebrochen, auch wenn so mancher Besucher noch im Begrüßungsfieber schwelgte.

Maerzfeld hatte die Ehre, sich auf der grossen Bühne mit schweisstreibender Härte auslassen zu dürfen, was das Publikum auch sofort zum Mittanzen annimierte.

Um nichts zu verpassen, begaben wir uns im Anschluss sofort Richtung kleine Bühne, allerdings mit Zwischenstopp am Weinstand. Auf die Frage, ob sein Kalender irgendwie nicht stimmt (der Händler war 1 Woche zu zeitig vor Ort*g*), ernteten wir nur ein verschmitztes Grinsen...Kann ja mal passieren ;)

Dance Or Die, die Altmeister sind zurück! In den 90er Jahren ein Bindeglied zwischen der Gothic- und Electro-Szene, heute zurück mit ihrem neuen Album "Nostradamnation". Mit satten Beats, unnachahmlich düstere Atmosphäre schaffend, nahmen sie die Gemeinde vor der kleinen Bühne komplett ein.

Es plagte uns so langsam ein kleines Hüngerchen (aber nur ein Wölkchen würde nicht reichen dachten wir)  und begaben uns zur "Fressmeile".

Ein durchwachsenes Angebot, nichts anderes hatten wir erwartet!

Angefangen bei Süßkram, über Fisch bis hin zum Gegrilltem war von allem etwas dabei. Das wiederum findet man (leider) nicht bei allen Festivals dieser Art vor.

Zwischenzeitlich eroberte A Life Divided mit rocklastigen Electroklängen die große Bühne.

Mit Nosferatu ging es sofort weiter. Eine englische Gothic Rock-Band, gegründet 1988, die als eine der erfolgreichsten Bands der 2. Gothic-Generation gilt.

Es war soweit: Eric Fish & Friends. Frontmann der Berliner Band "Subway To Sally". Mit Worten der Entschuldigung, dass nun keine harten Electrobeats erklingen werden, begeisterte er sofort das Publikum bis in die hintersten bzw. obersten Reihen, wobei man auch das ein oder andere Schmunzeln auf den Gesichtern der Fans sehen konnte. Der Magie dieser Stimme konnte sich wohl keiner entziehen, denn textlich sowie auch akkustisch schafft er immer wieder mit diesem Project eine sichere Balance.

Doch der Abend war noch nicht zu Ende. Orange Sector wollte uns auf der kleinen Bühne beglücken. Also auf auf, keine Müdigkeit vorschützen.

Fette Sounds wurden uns um die Ohren gewedelt, die sofort zum "Mitstampfen" annimierten. Allerdings sollte es leider nicht in dieser Feierlaune bei uns bleiben, da einige Festivalbesucher es doch vorzogen, den relativ kleinen Vorplatz der Bühne zum pogen, zum hinschmeissen oder einfach zum "Stimmungmachen" im vollkommenen Alkoholrausch zu nutzen. Das ich mir dabei einen üblen Boxknuff in die Lunge einfangen musste, war so nicht unbedingt geplant...

KMFDM. Punk? Industrial? Klare Ansagen? Richtig! Mit ihrem neuen Album "WTF" sind sie als "Rebels In Control" unterwegs, dieses mal unterstützt von Lucia mit ihrer sirenengleichen Stimme, welche aber die perfekte Ergänzung darstellt.

Leider mussten Widukind aus gesundheitlichen Gründen absagen, für uns Grund, die Coktailbar an der grossen Bühne einmal näher in Augenschein zu nehmen.

Fataler Fehler....... für uns *räusper*...


 

Samstag:

Mit dicken, schlaftrunkenen Augen trafen wir Samstag gegen Mittag im Kulturpark ein. Sonne pur. Wo ist der Kaffeestand, denn den brauchte ich wohl fast intravenös...

Opusculum,Versus, Fernthal, The Wars sowie Principe Valiente und Age Of Heaven gaben sich auf beiden Bühnen die Klinke in die Hand und sorgten für ausgelassene und unbeschwerte Festivalstimmung bei gefühlten 30°C und wolkenlosem Himmel.

Wer zum Henker sagte mal, dass die NCN ein Regenfestival sei???

"8-Bit".....ein Kracher der Münchner Senkrechtstarter namens Eisenfunk sorgten dafür, dass der Platz am Nachmittag vor der kleinen Bühne komplett gefüllt war. Wie ein Flummi sorgte Toni Schulz für Stimmung und heizte uns durch seine Art der Begeisterung auf der Bühne ordentlich ein. Kein Bein stand still. Dann kam folgendes: "Stellt euch vor, hier vorne liegen lauter grüne Bälle....." Rums! Jeder wusste, was nun kam. Mit Erklingen der ersten Töne von "Pong" flogen ca. 12 aufgeblasene Wasserbälle durch die Luft, sprangen übers Publikum und riefen so den ein oder anderen Lachanfall hervor.

Zeitgleich jedoch ein Highlight der ganz anderen Art. Fussball! Vor dem Eingang des Kulturparks befindet sich ein Sportverein, dem SV Blau-Weiß Deutzen. Im letzten Jahr konnten sich die Mannschaften ihre Anhängerschaft um ein vielfaches durch die Festivalgäste vergrössern und gewannen (dadurch?). Dieses Jahr wurde dem Ganzen noch ein Krönchen aufgesetzt und das Ergebniss: 9:2, ein haushoher Sieg für Deutzen gegen Fortuna Neukirchen!

 Grosse Bühne. Warm. Heiss. Brodelnd. Nova-Spes. Die Gewinner vom Newcomer-Votings des letzten Jahres. Und sie bewiesen sich auch sofort in ihrer ganz eigenen, typischen Art. Stark, harmonisch und druckvoll. Pünktlich zur 7.NCN präsentierten sie ihr neues Werk "Leben ist Krieg", was durch riesige Banner im Hintergrund unterstützt wurde.

Weiter im Akkord ging es mit Fliehende Stürme auf der kleinen Bühne, gefolgt von The Beauty Of Gemina auf der grossen Bühne. Düster, spannend, aber doch mit intellektuellem Anspruch. Rar waren jetzt definitiv die letzten Schattenplätze, denn der unverkennbaren Stimme von Michael Sele wollten sich nicht viele entziehen.

Da Conjure One kurzfristig absagen mussten, nahmen wir dieses zum Anlass, uns nun endlich den Mittelaltermarkt anzusehen. Und was sehe ich als erstes? Es gab Eis! Die Händler hatten wohl doch einen Deal mit dem Wetter-Got(h)t. Lecker und ausserdem erschwinglich im Preis. So machten wir unsere Runde und mussten gewissermaßen zwangsweise stoppen, denn der "Grosse Gidolfooooooo" mit seiner Mittelalter-Zaubershow hatte uns überrascht. Ein Lacher nach dem anderen waren das Ergebniss, wobei ich allerdings  solchen Auftritten mit Zurückhaltung entgegen sah. Bis jetzt! Ich wurde definitiv eines besseren belehrt ;)

Für den musikalischen Teil sorgten die Bands   Ohrenpeyn, Zwielicht sowie Harpyie für Unterhaltung.

Das Gelände vor der grossen Bühne füllte und füllte sich. Warum? Suicide Commando. Ganz klar. Wie bereits 2010 startete Hellectro-Pionier Johann van Roy sofort voll durch und das Publikum raste förmlich in die Extase. Ein Vierteljahrhundert Bühnenerfahrung zeichnen sich eben aus. Mit den Worten und dem Song "See you in hell" war dieser Auftritt nach über 1 Stunde leider schon wieder vorbei.

Zurück zur kleinen Bühne, natürlich vorbei am Weinstand. Ein kleiner Durst machte sich bemerkbar. Warum muss dieser Stand auch immer an derselben Stelle plaziert sein? Zufall? Berechnung? Man weis es nicht, man munkelt nur.....*fg*

Wer es lieber etwas ruhiger haben wollte, begab sich zur Kulturbühne. Dort wurden Lesungen (S.Baumgärtner u. E.A.Poe) Bilderaustellungen (Steve Bauer) und Modenschauen (V-Couture u. Schnürmotte) veranstaltet, wo man(n) auch so manches Leckerlie bestaunen durfte.

Dive. Kleine Bühne: dunkel. Der Platz: bis ganz hinten gefüllt von Fans. Strobos flackern. Und es folgt: harter, minimalistischer Sound mit relativ wenig Gesang, doch nicht desto trotz ehrlich und direkt.

Und jetzt: *Trommelwirbel* Peter Hook & The Light. Kurz vor 23 Uhr auf der grossen Bühne. Kein Platz ist mehr frei. Die Begeisterung ist fast allen Fans wie ins Gesicht gemeiselt. Kein Wunder, denn Peter Hook schaffte es, 2010 eine Gruppe aus Musikern und Freunden zusammen zustellen, um Ian Curtis, dem Sänger der Band Joy Division, zu gedenken und seinen Beitrag zur modernen Musik zu würdigen.

Mit Hekate als Mitternachtsspecial ging dieser Tag einem glanzvollem Ende zu.


Sonntag:

The Flood, Substaat und Cronos Titan machten jeweils auf der kleinen sowie grossen Bühne den Anfang an diesem heissen Spätsommersonntag.

Wir jedoch schafften es leider erst zu Rummelsnuff. Das Alter....*g*...Doch was war das? Ein muskelbepackter Bodybuilder? Im weissen Unterhemd und Badelatschen? Etwas ungewöhnlich, so jedenfalls waren meine Gedanken, anfänglich.... Doch sollte man sich nicht durch Vorurteile abwenden. Roger Baptist, Berliner Original, faszinierende Ikone, unbeschreiblich. Mit seiner Mischung aus Seemannsromantik, Verrücktheit, Punk und Rockabilly ignoriert Rummelsnuff jegliche Genregrenzen und hatte das Publikum nach wenigen Minuten in der Hand.

Tying Tiffany und Angelspit auf der grossen Bühne. Für mich allerdings noch etwas unbekannt. Doch nach den ersten Klängen wusste ich auch warum. Das war nun wahrlich nicht meine Musik. Allerdings sahen das eine Menge Fans gänzlich anders. Und das ist auch gut so. Jeder nach seinem Geschmack eben. Für uns also Zeit, mal wieder dem Mittelaltermarkt einen Besuch abzustatten.

Zwischendurch ging es mit einer eher ungewöhnlichen Metal-Band auf der kleinen Bühne weiter. In Legend. Publikumsnah und mit viel Herz, mal laut, mal leise. Mit bedingungsloser Härte sowie feinem Gespür und einem Piano in Form einer alten Nähmaschine hatten sie auch sofort die Fans auf ihrer Seite.

Gefolgt von Clan Of Xymox, Ur-Gestein des DarkWave. Musik für die Nacht, für das Leben und den Tod, einfach Musik für die Ewigkeit.

Nachdem Pink Turns Blue auf der grossen Bühne ihren Auftritt genossen haben, erfolgte das (für mich jedenfalls) eigentliche Highlight des Tages. Agonoize. Leider nur zu zweit, was aber der Stimmung überhaupt nichts anhaben konnte. Bühnenpsychopath Chris verteilte in gewohnter Form Unmengen von Kunstblut (Geschmacksrichtung: Himbeer *fg*) über die ersten Reihen im Publikum. Songs wie "Staatsfeind", "Schaufensterpuppenarsch", "Bis das Blut gefriert" wurden von allen Fans mit vollem Einsatz gefeiert und mitgesungen. Fazit: wir sahen alle ein wenig aus wie frisch von der Schlachtbank ;)

So sind wir schon fast dem Ende des Festivals angelangt. Leider.

S.P.O.C.K. hatte dieses Jahr die Ehre, das Ende einzuläuten. Mit (ich gebe es ja zu) etwas ungläubigem Blick las ich im Programm, dass diese Band dazu auserkoren wurde. Auch in diesem Punkt wurde ich (zum wievielten Male?) eines besseren belehrt. Die Band hat sich wahrlich entwickelt! Sie heizten uns vom allerfeinsten zu später Stunde ein, dass die (fest verankerten) Bänke wackelten! S.P.O.C.K.nRollten die Bühne wie noch nie, so das der Fanclub sogleich selbige enterte. Richtig grosses Kino und ein würdiger Abschluss!

Auch die 7.NCN war wieder erstaunlich gut und bestens organisiert! Wir zollen Holger Troisch und seinem Team ein riesiges DANKE für ein Festival, was seines Gleichen sucht!

Selbstredend freuen wir uns auf 2013, wo natürlich die 8.NCN stattfinden wird!

Ein interessantes Line-Up wird euch erwarten, denn einige Bands wie Heimataerde, Frozen Plasma, Haujobb und Autodafeh sind bereits bestätigt.

Geschrieben von NastyHabit, September 2012.

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